Wahlkurs Schulgarten

Der Wahlkurs Schulgarten wird durch die Fachschaft Biologie, vertreten durch Frau Schirrle, angeboten. Er wird von Schülern der Unterstufe besucht und kümmert sich um den eigenen Schulgarten, der 1988 anlässlich der Landesgartenschau bei der Umgestaltung des Schulgeländes angelegt wurde.

Er umfasst eine Fläche von ca. 350 qm und bietet nicht nur den Schülern des Wahlkurses die Möglichkeit zu säen, kultivieren und zu ernten, sondern lädt auch die Biologiekurse ein, einen lebendigen Biologieunterricht im Freien abzuhalten.

Schulgarten

Der Schulgarten von der Feuerwehrleiter aus.

Aber auch der nahe gelegene Schulweiher ist für diese Form des Unterrichts geeignet und eine Bereicherung des Schulgeländes.

Schulweiher

Blick vom Dach des Gymnasiums auf den Schulweiher

Schulgarten 2006

Trotz der intensiveren Lernzeiten und Schulpflichten im G8 fand sich wieder eine kleine Gruppe von Schülerinnen und Schülern aus den Klassen 5a und 5b zusammen, um den nun schon seit achtzehn Jahren bestehenden Schulgarten mitzugestalten. Da die fünften Klassen am Montag von 8.00 bis 15.30 Uhr Unterricht hatten, war für die Teilnehmer am Wahlunterricht Schulgarten ein Zehn-Stunden-Schultag angesagt. Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist, dass die Kinder trotzdem nie erschöpft waren. Der Wechsel vom vormittäglichen Sitzen zur Betätigung an der frischen Luft ließ die zu einem großen Teil auch privat befreundeten Teilnehmer munter und mit Spaß zusammenarbeiten, egal, ob es wettermäßig eher kühl oder sehr heiß war.
Die weit ins Frühjahr hinein dauernde Kälte verlangte besonders viel Geduld bis wir unsere ersten Radieschen ernten konnten. Die Hitze in den letzten Schulwochen erforderte einen täglichen Gießdienst, den die Schulgärtner selbst in den Pausen organisierten. Insgesamt war der Erntesegen in diesem Schuljahr allerdings eher bescheiden.

Was können Kinder in einem Schulgarten lernen?

  •  Dass wir mit der Erde sorgsam umgehen müssen, wenn etwas wachsen soll.

  • Dass lange und stetige Pflege notwendig ist, bis wir ernten können.

  • Dass wir uns in Geduld üben müssen, da Wachstumsprozesse Zeit brauchen.

  • Dass trotz Bemühungen nicht alles gelingen wird.

  • Dass selbst gezogenes Gemüse besser schmeckt.

  • Dass Ernten Freude bereitet und Lohn für die Bemühungen ist.

  • Dass Gemeinschaft und Hilfsbereitschaft in einer Interessengruppe gelernt und gelebt werden kann.

Also wertvolle Erfahrungen für das Leben.

Monika Schirrle

 

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