Die Streicherklasse am Gymnasium Dinkelsbühl
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Mit unseren Noten glänzen wir jenseits von eins bis sechs
und nur das gesamte Team ist der Star!


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Seit 2006 bietet das Gymnasium Dinkelsbühl Kindern und Eltern etwas ganz Besonderes an: eine in Bayern neue Form des Musikunterrichtes – lebendig und praxisnah.

Unter der Leitung von Harald Simon, Studienrat für Musik und Initiator des Projektes, musizieren bereits 58 Schülerinnen und Schüler einer 5. und 6. Klasse zwei Jahre lang von Anfang an gemeinsam als Streichorchester. Der Unterricht wird im team-teaching zusammen mit dem Instrumentallehrer Fritz Wüst und mit Dozenten und Schülern der Berufsfachschule für Musik in Dinkelsbühl erteilt. Verantwortlich für die Kooperation mit der Berufsfachschule ist Wolfgang Nüßlein, Dozent für Violoncello an der Berufsfachschule für Musik. Das Dinkelsbühler Gymnasium war das zweite in ganz Bayern, das ein solches Streicherprojekt eingeführt hat und inzwischen auf zwei sehr erfolgreiche Jahre zurückblicken kann. Der Bayerische Rundfunk stellte schon im Herbst 2006 das Dinkelsbühler Projekt als innovative Unterrichtsform im Rahmen seiner Sendung „Schule kann gelingen“ vor. Aufgrund des großen Zuspruchs hat sich das Projekt als feste Einrichtung des Gymnasiums etabliert.

Bei dieser Unterrichtsmethode läuft manches anders als im gewöhnlichen Musikunterricht: die Sitzordnung entspricht der eines Orchesters und die Kinder erleben von Anfang an das Klangvolumen von rund 30 Instrumenten. Hier wird Musik gelernt, indem Musik gemacht wird. Schon in den ersten Musikstunden zupfen die Kinder singend auf ihren Instrumenten eine kleine Melodie und erleben den raumfüllenden Klang von Kontrabass, Cello, Bratsche und Geige mit sichtlichem Staunen. Einige Kinder spielen bereits ein Instrument, andere fangen ganz von vorn an. Die Erfahrung zeigt, dass die Kinder große Freude am gemeinsamen Musizieren haben. Dafür nehmen sie gern manche Mühe in Kauf. Studien belegen, dass das Klassenmusizieren eine förderliche Wirkung auf den Zusammenhalt in der Klasse hat. Das gemeinsame Musizieren fördert die Aufmerksamkeit füreinander, die Toleranz und auch die eigene Geduld. Es steigert das Durchhaltevermögen und die Konzentrationsfähigkeit und es öffnet ganz automatisch den Zugang zu klassischer Musik. „Dort, wo Musikunterricht gelingt, sind die Erfahrungen der Pädagogen stets die gleichen: Kinder, die miteinander musizieren fühlen sich nicht nur wohler – sie lernen auch mehr. Das belegen zwei Langzeitstudien, die eine an Berliner Grundschulen, die andere an 50 Schweizer Schulen.“ (ZEIT 29/2002)

Und bei den regelmäßigen Auftritten leuchten die Kinder vor Stolz. Die meisten Kinder erleben das Klassenmusizieren als eine Art Oase im Schulalltag, obwohl Disziplin und Konzentration gerade hier unabdingbar sind, denn hiervon hängt das Gelingen jeder einzelnen Probe ab.
Durch die Kooperation mit der Berufsfachschule ist eine hochqualifizierte zusätzliche Betreuung der Schüler/innen gewährleistet: Dozenten und Schüler der Berufsfachschule für Musik unterrichten die Schüler/innen einmal wöchentlich in Kleinstgruppen. Begleitend können sie bei Konzertfahrten erleben, wie beispielsweise das philharmonische Orchester Würzburg klingt, wie ein solches Orchester aufgebaut und organisiert ist und dass auch junge Solisten zusammen mit einem solchen Orchester die Zuhörer begeistern können. Die jetzige 6. Klasse wurde bereits von „den Profis“ zu einer Orchesterprobe eingeladen. Aber auch hier in Dinkelsbühl gibt es Anreize, sich ins Zeug zu legen, denn in den neuen Dinkelsbühler Jugendkonzerten von „Klassik hautnah“ spielen junge Talente mit Profis zusammen.

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(11 Seiten, 668 KB)

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